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Samstag, 12. Januar 2013

Arbeitsagentur sieht sich nicht für schwere Rezession gerüstet

Berlin (Reuters) - Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, schlägt Alarm: Wegen fehlender Rücklagen sieht er die BA nicht für einen scharfen Konjunktureinbruch gerüstet.
Vor allem zur Finanzierung von Kurzarbeit fehlten die Mittel. "Einer schweren Rezession würde der Arbeitsmarkt maximal ein Jahr standhalten", sagte Weise dem Magazin "Wirtschaftswoche" in einem am Samstag veröffentlichten Interview.

Sollte es nicht zu externen Schocks auf dem Arbeitsmarkt kommen, rechnet er 2013 zwar mit einem schweren Jahr. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Arbeitslosigkeit aber nicht über die Drei-Millionen Marke steigen. Ein wichtiger Grund dafür sei die schrumpfende Bevölkerungszahl.


Im vergangenen Jahr sei die Arbeitslosigkeit so niedrig gewesen wie seit 20 Jahren nicht mehr, sagte der BA-Chef. "Allerdings steigen die Arbeitslosenzahlen saisonbereinigt bereits seit fünf Monaten wieder leicht an", warnte er. Sollte es wie 2009 wegen der Finanzkrise zu einem massiven Einbruch der Wirtschaft kommen, kann die Arbeitsagentur Weise zufolge nicht wie damals das Schlimmste mit Kurzarbeit abfedern.


Die hohen Rücklagen der BA seien weg, und nach der Beitragssenkung 2012 habe sie keine Möglichkeit gehabt, nennenswerte neue Reserven aufzubauen.


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Kommentare:

  1. Die BA hat jetzt schon nicht genugt Geld für Förderung und Ausbildung. Der Arbeitsmarkt braucht demnächst alle Arbeitslosen und Harzer. Diese müssen beruflich rehabilitiert und ausgebildet werden; ohne Geld ist da nichts zu machen. Die Politik muss da mitgehen, sonst gibt es ein böses Erwachen. Diesmal Weise gedacht.

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  2. Diese System, dieser Kapitalismus, benötigt die Arbeitslosen, die Arbeitslosigkeit, das wusste schon Karl Marx und sprach und schrieb von der Reservearmee.
    Sie ist systemrelevant, -immanent.
    Damit soll der Druck auf die (noch) Beschäftigten und die Gewerkschaften wachsen. Arbeitslosigkeit diszipliniert die Beschäftigten und die Gewerkschaften. Weder die Unternehmer, noch die Politik haben ein Interesse am Abbau der Arbeitslosigkeit.
    Die markttheoretische Binsenweisheit, dass der Preis einer Ware bei Überangebot (Überproduktion) sinkt, gilt auch für den Arbeitsmarkt: Je größer das Angebot an Arbeitskraft (Arbeitslose) und je geringer die Nachfrage (offene Stellen), desto niedriger der Preis der Ware Arbeitskraft (die Löhne) usw.
    Das hat System, das ist das System.
    Das Hartz-IV-System als Exklusionsmaschine, Prof. Dr. phil. Thomas Münch.
    "Der Staat verzerrt den gesamten Arbeitsmarkt" und "Eine Erpressungsmaschine", Frau Prof. Dr. jur. Helga Spindler.

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  3. Deshalb: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!
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    Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!
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