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Freitag, 4. Januar 2013

Eine Familie rennt im Jobcenter ihrem Geld hinterher- Einzelfall?

Antrag auf Hartz IV landete zwischen Poststücken ohne Dringlichkeit, während Dörings wochenlang auf ihren Bescheid warteten


Brandenburg an der Havel - Für Familie Döring verlief der Jahreswechsel gar nicht reibungslos. Denn obwohl sie ihren Antrag rechtzeitig abgegeben hatten, standen Sandra und Sven Döring mit ihren vier Kindern im neuen Jahr ohne Geld vom Jobcenter da. Nachdem die MAZ sich einschaltete, scheint eine Lösung nah.

Sven Döring geht einer geregelten Arbeit nach. Doch sein Lohn reicht nicht, um die ganze sechsköpfige Familie zu ernähren – das Ehepaar und die vier Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren, von denen drei behindert sind. Weil das Einkommen nicht reicht, stehen der Familie ergänzende Leistungen nach Hartz IV zu.

Weil es bereits vor einem Jahr Probleme mit dem Antrag und Zahlungen gegeben hatte, kümmerte sich Sandra Döring früh um den Leistungsantrag. Am 27. November ließ sie sich sogar mit einem Behördenstempel bestätigen, dass ihr Antrag im Jobcenter eingegangen ist.

Zwischen den Jahren stieg die Unruhe, weil weder ein Bescheid noch Geld eintrafen.

Als am ersten Werktag des neuen Jahres noch immer kein Geld da war, bemühte sich Sandra Döring vergebens um eine Lösung.

Sven Döring machte sich auf den Weg in die Geschwister-Scholl-Straße. Doch dort wurde er vom Empfang unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Das Jobcenter sei geschlossen.

„Wir haben eine Mitwirkungspflicht, doch das Jobcenter hat doch auch eine Pflicht uns gegenüber“, sagt Sandra Döring, die „traurige, stressige und anstrengende“ Tage hinter sich hat. Schließlich müsse die Familie ihre Miete und andere laufende Kosten bezahlen.

Jobcenter-Geschäftsführer Christian Gärtner ist der Sache nachgegangen und bekennt anschließend, „kein technisches Versagen, sondern ein menschliches“.

Der Vorgang sei „die berühmte Ausnahme von der Regel, sehr bedauerlich und auch sehr ärgerlich“.

Die Erklärung:

Die zuständige Mitarbeiterin sei seit einigen Monaten erkrankt, die Anträge würden daher von den übrigen Teammitgliedern mit bearbeitet. Der Antrag sei versehentlich zwischen zwei Poststücke geraten, deren Bearbeitung keine Dringlichkeit erforderte. Nunmehr sei er sofort in Bearbeitung genommen worden.

Tatsächlich hat die Familie gleich gestern einen Termin im Jobcenter erhalten und einen Teil des ihr zustehenden Betrages dort ausgezahlt bekommen. Der Mitarbeiter habe einen zügigen Versand des Bescheides zugesagt, berichtet die Familienmutter.

Nach Gärtners Angaben gibt es keine weiteren Beschwerden über ausgebliebene Zahlungen. Die Bearbeitung solcher Anträge dauere durchschnittlich zwölf Tage.

Anmerkung:

" Berühmte Ausnahme von der Regel" sagt Geschäftsführer Christian Gärtner - ob dem wirklich so ist, müsste man hinterfragen.

Fakt ist: Tag Täglich kann man in der Presse oder in Foren lesen, dass Zahlungen den Leistungsempfänger gar nicht erreichen oder nicht ausgezahlt werden, obwohl - Leistungsanspruch besteht.


Geschäftsführer Christian Gärtner- war da nicht was??

Jobcenter fährt harte Linie gegen Verweigerer - Notfalls werden wir bei qualifizierungsunwilligen Leuten aber sanktionieren, bis sie raus sind aus dem Leistungsbezug sagt Geschäftsführer Christian Gärtner - Jobcenter Brandenburg


Hinweis vom Team des Sozialrechtsexperten:


Bei verspäteter Zahlung Antrag auf Vorschuss beim JC stellen.

Das menschenwürdige Existenzminimum muss gesichert sein und es ist Pflicht und Aufgabe einer jeden Behörde dies zu gewährleisten. 

Der Beitrag wurde erstellt von Detlef Brock.

1 Kommentar:

  1. ..07.0.2014..noch immer kein Bescheid geschweige denn Geld..Anruf beim JC-hotline-ergab dass ich bis zum 13.01. Warten soll,wegen der Bearbeitungszeit..kurzfristig Termin bei einer Sozialberatung gemacht-kann aber heute nicht hin-Kind krank und da ich laufen müsste-ca.10km, fasste ich wohl weiter..Miete kann ich nun auch nicht zahlen. Manchmal denke ich die wollen einen in den Frei tot manipulieren...

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