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Freitag, 14. Juni 2013

Anwaltsprekariat wächst. Bald 30% aller Rechtsanwälte in Hartz IV?

Ein deutlicher Anstieg des Anwaltsprekariates sagt die im Auftrag des Deutschen Anwaltvereines herausgegebene Studie der Prognos AG "Der Rechtsdienstleistungsmarkt 2030" voraus. Bereits heute erzielen nach der Studie schätzungsweise 10 bis 15% der Rechtsanwälte bei einer Vollzeittätigkeit ein Einkommen von weniger als 20.000 € im Jahr (Seite 116 der Studie). Diese Rechtsanwälte können ihr Existenzminimum nicht mehr durch ihre Arbeit sichern, sondern sind potentiell auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen.

Bei weiterhin steigenden Studentenzahlen im Fach Rechtswissenschaften (Seite 71 der Studie) wird sich die Stituation weiter verschärfen, so dass bei sinkender Bevölkerungszahl in wenigen Jahren mit einer Verdopplung des Rechtsanwaltsprekariates zu rechnen ist. Bereits heute gelingt, insbesondere in Großstädten, vielen Kollegen der berufliche Einstieg nicht mehr. Die Zeiten der Durststrecken sind vorbei, weil es kein Entrinnen mehr aus dem prekären Zustand geben wird. 

Es lohnt sich also für Studenten der Rechtswissenschaften, Referendare und Rechtsanwälte sich frühzeitig mit Hartz IV zu beschäftigen.

 Zur "Zukunftsstudie"

Kommentare:

  1. Na das SGB II ist doch wohl sowas wie ne ABM für Anwälte^^ Klar Sozialrecht ist kompliziert und umfangreich sollte sich aber lohnen da aktiv zu werden.^^

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    1. Na ja, so richtig lohnend ist ein ALG Empfänger wohl nicht und wenn, dann erst ab 01.07.
      Ich denke, um hier erfolgreich zu arbeiten braucht man schon ein ganz schönes Grundwissen. Empathie kann auch hilfreich sein. In einer Datenbank nachzusehen ist da eher weniger hilfreich.

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  2. Keine Panik, die überflüssigen Juristen brauchen nicht irgendwann Werbung austragen, wenn deren die Lebensgrundlagen genommen werden.

    Die Werbebranche wird gleichsam zusammenbrechen.

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  3. da referendare gerade mal ein gehatlt kriegen, was ungefähr dem von hartz IV entspricht, kennen sie sich zumindest schonmal mit sparsamer lebensführung aus

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  4. Die Juristen im Bundestag (25%) lassen sich für ihresgleichen schon etwas einfallen. Als Mann sollte man auf Ehe und Kinder verzichten, dann ist zumindestens ein Minenfeld sicher überwunden.

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  5. Ich denke, dass sich Menschen, die derart menschenfeindliche Systeme schaffen, ihr eigenes Grab schaufeln. Die Millionen Euro, die sie dabei verdient haben, werden ihrem Herz und ihrer Gesundheit nicht helfen. Weiter denke ich, dass diese oben genannten Juristen für ein sozialeres System kämpfen sollten, einige tun dies bereits und werden so vom gehirngewaschenem Juristen erst wieder zum mitfühlenden Wesen, welches für das Soziale kämpft. Mit anderen Worten: Die Gefühlskälte kam durch die Juristen und muss durch Juristen wieder abgeschafft werden. Anders geht es nicht und in Zukunft muss wieder Rechtsphilosophie an den Rechtsfakultäten gelehrt werden und in allen Bildungseinrichtungen Ethik.

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