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Samstag, 2. Juni 2012

Hartz IV-Anwalt abgelehnt - Hat Jobcenter Angst vor Dresdner Rechtsanwalt?

Dresden – „Ein Mensch lernt wenig von seinem Siege, aber viel von seiner Niederlage....“ sagt ein Japanisches Sprichwort. Ganz anders sieht das offenbar das Jobcenter Dresden.


Die wollen lieber nicht von jemanden lernen, der sie vor Gericht besiegt. Schon gar nicht von dem Dresdner Anwalt Gerhard Rahn (38), einem erwiesenen Experten in Sachen Hartz IV.


Der Anwalt bearbeitet pro Jahr 800 Hartz IV-Klagen. Er gewann schon vor dem Bundessozialgericht gegen das Jobcenter. Am 14 Juni sollte Rahn als Dozent an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Jobcenter-Mitarbeiter (darunter auch fünf Dresdner) zur
aktuellen Rechtssprechung im SGB II schulen.


DOCH PLÖTZLICH HAT ER DEN JOB LOS!


Rahn: „Auf meinem Tisch lag schon der unterschriebene Honorarauftrag. Da rief die Akademie an, stornierte den Auftrag. Hinter vorgehaltener Hand teilte man mir mit, dass das Jobcenter gedroht habe, seine Mitarbeiter nicht schulen zu lassen, wenn ich der Dozent sei.“



Das Jobcenter Dresden bestätigte gegenüber BILD: „Wir haben zu bedenken gegeben, dass es bei der Behandlung von Einzelfällen insofern zu Interessenskonflikten kommen könnte, da Herr Rahn eine große Anzahl von Klagen gegen das Jobcenter führt.“

Anmerkung vom Sozialrechtsexperten Rechtsanwalt Ludwig Zimmermann: Ich machen den Job gerne in Dresden. 



http://www.bild.de/regional/chemnitz/rechtsanwalt/jobcenter-lehnt-hartz-4-anwalt-ab-24425768.bild.html

Kommentare:

  1. Vielleicht wollten die den Sozialrechtsexperten Zimmermann engagieren?

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  2. Wenn der Auftrag storniert wurde, dürfte ja zumindest ein Ausfallhonorar in Form eines Schadensersatzes drin sein...

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  3. Gerhard Rattke6. Juni 2012 14:51

    Für viele Mittäter im Arbeitszentrum (JC),wäre die Wahrheit sicher nicht zu verkraften gewesen! Die Wahrheit,dass auch Hartz-Opfer ihre Rechte haben und sie kennen sollten!

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  4. Wenn Anwälte wollten könnten sie bundesweit im Netz auch über Rechtsfragen diskutieren. Nur tut das in diesem Lande keiner, da jeder RA Angst hat nie wieder als RA Geld zu verdienen, sollte er sich in Grundlagenfragen mit dem System anlegen.

    Forschung und Lehre sind frei. Wenn man zumindest im Armenrecht das nicht praktizieren will, sind einem Arme eben doch nichts wert.

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