Kita oder Betreuungsgeld: Eltern können wählen.
Schnelle Hilfe für die vom Hochwasser betroffenen Menschen.
Ergebnisoffene Atomendlagersuche beginnt. Apotheken erhalten für
Notdienste mehr Geld. Diese und andere Neuregelungen treten zum 1.
August 2013 in Kraft.
Mehr Zuschuss für Notdienste
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Familie
Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz
Frühkindliche Förderung in Tageseinrichtungen und in der
Kindertagespflege: Zu Gunsten von Kindern ab dem ersten Lebensjahr gibt
es dafür jetzt einen Rechtsanspruch.
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Gute Kinderbetreuung
Betreuungsgeld
Eltern, die keinen staatlichen Bertreuungsplatz in Anspruch nehmen
und stattdessen ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst betreuen oder
privat betreuen lassen, erhalten Betreuungsgeld. Ab dem 1. August 2013
beträgt es 100 Euro im Monat für Kinder ab dem 2. Lebensjahr, ab dem 1.
August 2014 dann 150 Euro im Monat für jedes Kind im 2. und 3.
Lebensjahr.
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Das neue Betreuungsgeld
Fluthilfe
Schnelle Hilfe bei Hochwasserschäden
Privathaushalte und Unternehmen haben durch das Hochwasser massive
Schäden erlitten, ebenso die Infrastruktur in den betroffenen
Bundesländern. Bund und Länder stellen mit dem Aufbauhilfefonds
gemeinsam acht Milliarden Euro bereit, um die Schäden zu beseitigen. Der
Bund finanziert den Fonds zunächst in voller Höhe vor. Er nimmt dafür
2013 eine höhere Neuverschuldung auf, ohne die erlaubte Schuldengrenze
zu überschreiten.
Das Aufbauhilfegesetz und der Nachtragshaushalt 2013 sind am 19. Juli in Kraft getreten.
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Fluthilfegesetze in Kraft
Steuern
Gleichstellung von Lebenspartnerschaften
Eingetragene Lebenspartner und Verheiratete sind im
Einkommensteuergesetz gleichgestellt. Bundesregierung und die
Koalitionsfraktionen haben das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum
Ehegattensplittung schnell und "eins zu eins" umgesetzt. Die Änderungen
im Einkommensteuergesetz sind am 18. Juli in Kraft getreten.
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Gleichstellung von Lebenspartnerschaften
Neue Impulse für Altersvorsorge
Die private Altersvorsorge wird attraktiver und transparenter: Es
gibt Vereinfachungen bei der Eigenheimrente sowie eine bessere
Steuerförderung von Versicherungsbeiträgen gegen Berufsunfähigkeit. Die
unterschiedlichen Angebote zur privaten Altersvorsorge sind jetzt
besser vergleichbar. Dafür sorgt ein neues Produktinformationsblatt.
Das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz ist am 1. Juli 2013 in Kraft getreten.
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Altersvorsorge-Gesetz
Arbeit und Soziales
Einheitlicher Mindestlohn für Gerüstbauer
Für die rund 20.000 Gerüstbauer gilt jetzt eine einheitliche
Lohnuntergrenze von zehn Euro in der Stunde. Damit hat sich eine weitere
Branche auf eine bundesweite Entgeltuntergrenze verständigt.
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Erstmals Mindestlohn für Gerüstbauer
Arbeitsschutz verbessert
Die neue Biostoffverordnung schafft Regelungen, um Verletzungen durch
scharfe oder spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitssektor
zu vermeiden. Die Verordnung setzt eine EU-Richtlinie in nationales
Recht um und verbessert den Schutz von Beschäftigten. Die
Biostoffverordnung ist am 23. Juli in Kraft getreten.
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Neue Biostoffverordnung
Conterganrenten deutlich erhöht
Rückwirkend ab dem 1. Januar steigen die monatlichen Conterganrenten
von derzeit maximal 1.152 Euro auf maximal 6.912 Euro. Um individuellen
Schicksalen und insbesondere Schwerstgeschädigten besser gerecht zu
werden, bemisst sich die Höhe der Leistungen an der Schwere der
Schädigung. Dies ist ein Meilenstein zur Verbesserung der
Lebenssituation der Betroffenen.
Seit Mai 1997 werden die Renten vollständig aus dem Bundeshaushalt
gezahlt, da die hierfür vorgesehenen Stiftungsmittel aufgebraucht sind.
Der Bund stellt hierfür jährlich zusätzlich 90 Millionen Euro zur
Verfügung.
Mehr Informationen:
Conterganrenten gestiegen
Gesundheit
Säumige Beitragszahler entlastet
Wer wegen einer finanziellen Notlage seine Krankenkassenbeiträge
nicht mehr bezahlen kann, soll nicht in die Überschuldung getrieben
werden. Der Säumniszuschlag sinkt von monatlich fünf auf ein Prozent.
Für privat Versicherte gibt es einen Notlagentarif. Zusätzlich erhalten
alle Nichtversicherten zeitlich befristet die Chance, sich zu
versichern, ohne dass hohe rückwirkende Beiträge drohen.
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Säumige Beitragszahler entlastet
Apotheken erhalten Zuschuss für Notdienst
Apotheken erhalten für Notdienste zwischen 20 Uhr und 6 Uhr einen
Zuschuss. Der Festzuschlag für den Kunden erhöht sich um 16 Cent. Das
Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz soll die Arzneimittelversorgung
vor allem auf dem Lande auch außerhalb regulärer
Apotheken-Öffnungszeiten sichern.
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Mehr Zuschuss für Notdienst
Infektionsschutz verbessert – mehr Geld für Krankenhäuser
Krankenhäuser erhalten in den Jahren 2013 und 2014 zusätzliche
Finanzmittel in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro. Ein
Hygiene-Förderprogramm unterstützt sie außerdem bei der Verbesserung des
Infektionsschutzes in den Krankenhäusern.
Mehr Informationen:
Finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser verbessert
Transplantationen: höhere Strafen bei Manipulationen
Wer Wartelisten für Spenderorgane manipuliert, kann künftig mit einer
Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden. Das Gesetz zieht
Konsequenzen aus den bekannt gewordenen Manipulationen in einzelnen
Transplantationszentren.
Mehr Informationen:
Schärfere Regeln für Transplantationen
Grenzwerte für Dopingmitteln an Stand von Wissenschaft und Technik angepasst
Mit einer neuen Verordnung werden Grenzwerte für
Dopingmittel an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik
angepasst. Eine im Arzneimittelgesetz verankerte Regelung zum
Besitzverbot von Dopingmitteln erfordert eine laufende Anpassung der
betroffenen Stoffe.
Die Verordnung zur Bestimmung von Dopingmitteln und zur Festlegung der nicht geringen Menge trat am 29. Juni 2013 in Kraft.
Betäubungsmittelgesetz: weitere psychoaktive Substanzen verboten
Um den Missbrauch von psychoaktiven Substanzen einzudämmen, sind 26
neue Substanzen wie etwa synthetische Cannabinoide in das
Betäubungsmittelgesetzes aufgenommen worden. Ziel ist es, die Gesundheit
der Bevölkerung zu schützen.
Die 27. Betäubungsmittelrechtsänderungsverordnung ist am 18. Juli in Kraft getreten.
Mehr Informationen:
27. Betäubungsmittelrechtsänderungsverordnung
Neue Packungsgrößen bei Arzneimitteln
Zukünftig richtet sich die Packungsgrößen von Arzneimitteln nach der
Behandlungsdauer: N1-Packungen für 10 Tage, N2-Packungen für 30 Tage und
N3-Packungen für 100 Tage. Ein Abweichen von diesen Werten ist möglich
– sofern dies medizinisch notwendig ist.
Die Änderung der Packungsgrößenverordnung ist am 1. Juli 2013 in Kraft getreten.
Mehr Informationen:
Neue Packungsgrößen
Energie
Ganzjährige Stromversorgung gesichert
Eine sichere Stromversorgung ist für Menschen und Wirtschaft in
Deutschland von überragender Bedeutung. Insbesondere im Winter, wenn es
längere Phasen mit geringer Einspeisung aus Wind und Sonne gibt und der
Verbrauch am höchsten ist, muss die Versorgungssicherheit jederzeit
gewährleistet sein.
Die am 6. Juli 2013 in Kraft getretene Reservekraftwerksverordnung schafft die Voraussetzungen dafür.
Mehr Informationen:
Reservekraftwerksverordnung gewährleistet Versorgungssicherheit
Suche nach Atommüllendlager beginnt
Der Weg ist frei für die ergebnisoffene Suche nach einem Standort für
ein Endlager für Atommüll. Jetzt steht die praktische und detaillierte
Umsetzung an. Eine pluralistisch besetzte Kommission wird das
Standortauswahlverfahren vorbereiten und bis Ende 2015 Vorschläge
erarbeiten. Dies betrifft die Sicherheitsanforderungen wie auch die
geologischen Ausschluss- und Auswahlkriterien. Dafür sorgt das
Standortauswahlgesetz.
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Neubeginn bei der Endlagersuche
Ausbau der Stromnetze wird beschleunigt
Die Energiewende gelingt nur mit neuen Stromtrassen. Dafür sind
bundesweit 2.800 Kilometer neuer Trassen nötig. Der Bundesbedarfsplan
enthält alle notwendigen Modernisierungsmaßnahmen für den Netzausbau in
den nächsten zehn Jahre. Er schreibt 36 Vorhaben fest, die
energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich sind.
Mehr Informationen:
Netzausbau beschleunigen
Planungszeitraum für neue Höchstspannungsleitungen wird verkürzt
Die Energiewende braucht auch stabile Stromnetze. Bisher führte jedes
Bundesland ein eigenes Planungsverfahren durch. Das ändert sich nun. In
Zukunft ist die Bundesnetzagentur zuständig für die
Planfeststellungsverfahren von Höchstspannungsleitungen – unabhängig
davon, ob sie länderübergreifend oder grenzüberschreitend sind. Eine
"Entscheidung aus einer Hand“ soll die Verfahren überschaubarer machen
und den Verwaltungsaufwand reduzieren.
Mehr Informationen:
Ausbau wird beschleunigt
Umwelt
Weniger Phosphate in europäischen Gewässern
Phosphate in Wasch- und Reinigungsmitteln mindern den
Sauerstoffgehalt in Gewässern und belasten so die Umwelt. Deshalb dürfen
seit dem 11. Juli keine Waschmittel mit einem Phosphorgehalt ab 0,5
Gramm mehr verkauft werden.
Mehr Informationen:
Neue EU-Verordnung verbessert Gewässerqualität
Recht
Leistungsschutzrecht für Presseverlage
Das neue Leistungsschutzrecht stellt sicher, dass Presseverlage im
Online-Bereich nicht schlechter gestellt sind als andere Werkvermittler.
Das Gesetz zielt auf systematische Zugriffe durch die Anbieter von
Suchmaschinen, deren Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, auf
verlegerische Leistungen zuzugreifen. Nicht betroffen sind andere
Nutzer, wie z. B. Blogger, sowie private und ehrenamtliche Nutzer.
Mehr Informationen:
Leistungsschutzrecht für Presseverlage
Rechte des biologischen Vaters gestärkt
Das „Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen
Vaters“ verbessert die Möglichkeit des biologischen Vaters, Umgang mit
seinem Kind zu erhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht ein
Auskunftsrecht über die persönlichen Verhältnisse seines Kindes.
Mehr Informationen:
Neues Umgangsrecht für Väter
Finanzmarktregulierung
Finanzaufsicht verbessert
Alle Fonds kommen unter Finanzaufsicht. Dies gilt für Investmentfonds
und ihre Verwalter wie für offene Immobilienfonds und Hedgefonds. Auch
Private Equity Fonds als alternative Investmentfonds werden erfasst und
unter Finanzaufsicht gestellt.
Mehr Informationen:
Finanzaufsicht für alle Fonds
Aufsichtslücken geschlossen
Die Bundesregierung verschärft die Aufsicht über so genannte
Finanzkonglomerate (Gruppen, die aus mehreren beaufsichtigten
Unternehmen aus verschiedenen Finanzmarktsektoren bestehen,
beispielsweise aus dem Banken- und dem Versicherungssektor) und treibt
damit die Regulierung der Finanzmärkte weiter voran. Lücken in den
bisherigen Aufsichtsregeln werden geschlossen.
Das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zu Finanzkonglomeraten ist am 4. Juli 2013 in Kraft getreten.
Mehr Informationen:
Aufsicht über Finanzkonglomerate
Kultur
Deutsche Kinofilme für die Ewigkeit
Bisher gab es kein zentrales Register für deutsche Kinofilme. Ab
jetzt können Filmwerke nicht mehr verloren gehen: Hersteller deutscher
Kinofilme sind verpflichtet, alle neuen Filme in einer Datenbank zu
registrieren. Diese Daten werden im neuen Deutschen Filmregister beim
Bundesarchiv zentral erfasst. Die Novelle des Bundesarchivgesetzes ist
am 4. Juli in Kraft getreten.
Mehr Informationen:
Pflichtregistrierung für deutsche Kinofilme
Quelle:
Bundesregierung Montag, 29.07.2013 Aktuelles