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Donnerstag, 16. Juni 2016
Dienstag, 14. Juni 2016
Altersarmut
- Potsdamer Neuste Nachrichten PNN online 13.06.2016
- von Stefan Engelbrecht
Anwältin Vera Munz über Altersarmut in Potsdam „Gefährdet ist, wer nicht viel Geld verdient“
von Stefan Engelbrecht
Foto: Stefan Engelbrecht
Im Interview spricht die Anwältin Vera Munz über Altersarmut - und wem diese besonders droht.
Frau Munz, wie ist die Situation in Potsdam in Bezug auf die Altersarmut? Potsdam ist im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland eine wohlhabende Stadt mit einer niedrigen Arbeitslosenquote. Aber auch hier gibt es Hartz-IV- Empfänger. Das sind diejenigen, die in die Altersarmut geraten werden. Und es gibt wenig Aussicht, dass das abzuwenden ist.
Was sind die Probleme, mit denen die Menschen sich an Sie wenden?
Oft geht es um die Kosten der Unterkunft und Heizung, also der Miete. In Potsdam sind die Mieten ja sehr hoch im Verhältnis zum Umland oder zu vergleichbaren Städte. Der kleine Haushalt schafft aber Mieten über zehn Euro einfach nicht.
Welche Gruppen sind besonders betroffen?
Zunächst einmal scheuen sich viele, zum Sozialamt zu gehen, vielleicht aus Scham. Andere sind selbstständig, die rechnen nicht mit Altersarmut und hoffen, dass ihr Geschäft so gut läuft, dass sie im Alter nicht betroffen sind. Das funktioniert aber nicht. Gefährdet sind auch Kurierfahrer oder freiberufliche Journalisten, Architekten und die Gastronomen. Diese können in den meisten Fällen nicht so viel Geld verdienen. Auch Handwerker, die keine Meister sind, haben Schwierigkeiten.
Wieso schaffen es diese Gruppen nicht, mit ihrem Geld auszukommen?
Nun, für eine alleinstehende Person gilt laut Sozialgesetz eine 50 Quadratmeter große Wohnung als angemessen. Für diese müssen aber in Potsdam derzeit bis zu 650 Euro warm gezahlt werden. Nehmen wir dann noch den Lebensunterhalt, dann sind wir bei über 1000 Euro. Eine Friseurin, eine Alterspflegerin verdient aber nicht so viel. Auch der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde hilft da nicht weiter.
Was bedeutet das?
Es fehlen kleine bezahlbare Wohnungen in Potsdam. Im Bornstedter Feld etwa sind alle Wohnungen zu groß und zu teuer. 17 500 Menschen sollen hier angesiedelt werden. Und die Mieten liegen bei zehn Euro pro Quadratmeter oder mehr. Das ist einfach zu viel. Und wer ist Vermieter in Potsdam? Das ist in vielen Fällen die Pro Potsdam, ein kommunales Unternehmen.
Das Hartz-IV-Gesetz soll verändert werden. Bringt der vorliegende Gesetzentwurf Verbesserungen für die Empfänger?
Nach einer ersten Durchsicht: nein. Der Entwurf beinhaltet eine sogenannte Gesamtbruttomiete, in der Miete und Heizkosten zusammen betrachtet werden. Hier gibt es dann künftig eine Deckelung nach oben. Der Empfänger muss dann nachweisen, warum die Heizkosten höher sind. Arme Menschen können aber an der Heizung in ihren Wohnungen nichts ändern. Und wo wohnen arme Menschen in der Regel? Oft in schlecht isolierten Häusern.
Das Interview führte Stefan Engelbrecht
ZUR PERSON: Vera Munz (54) ist Anwältin für Arbeits- und Steuerrecht in Bornstedt. Gemeinsam mit dem Anwalt Ludwig Zimmermann hat sie sich auf Sozialrecht und Hartz IV spezialisiert.
- Erschienen am 13.06.2016 auf Seite 10
- Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten online
Freitag, 15. April 2016
Bund der Steuerzahler Brandenburg wirft Justizminister Helmuth Markov (Linke) Selbstbedienermentalität vor
Dienstwagen-Affäre um Brandenburgs Justizminister Markov
Selbst bedient
- 15.04.2016
- von Alexander Fröhlich
Helmuth Markov. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Als Finanzminister bestellte
sich der Linke-Politikers Helmuth Markov zusätzlich zur Dienst-Limousine
einen Transporter – für eine Privatfahrt. Ein klarer Verstoß, denn die
Vorschriften sahen das nicht vor. Doch der heutige Justizminister sieht
das nicht ein... Für den Bund der Steuerzahler Brandenburg
hat Markov damit als Finanzminister klar gegen die von seinem eigenen
Ministerium als Runderlass herausgegebene Richtlinie verstoßen. Der
Vorstand des Steuerzahler-Bundes, Ludwig Zimmermann, sagte den PNN: „Das
ist eine Schweinerei und äußerst bedenklich.“ Ausgerechnet dieser
Finanzminister, „der durch ganz besondere Sparsamkeit von sich reden
machen wollte, zeigt hier Selbstbedienungsmentalität“.
Quelle:
Mittwoch, 13. April 2016
Wird das Hartz-IV-Gesetz verschärft ?



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In der Sitzungswoche des Bundestags geht es am
Freitag um das so genannte Vereinfachungsgesetz für Hartz IV. Von den
rund sechs Millionen Menschen, die Hartz IV bekommen, werden die
Wenigsten ahnen, was damit auf sie zukommt. Die Anwältin Vera Munz in
Potsdam ist auf Hartz IV spezialisiert. Sie hat den Gesetzentwurf
durchgearbeitet und weiß, dass der Entwurf neben einigen Verbesserungen
auch sehr bittere Passagen enthält. Welche das sind, darüber hat Irina
Grabowski mit Vera Munz gesprochen.
info radio >>
Rechtsanwältin Vera Munz gehört zum Team des Sozialrechtsexperten Ludwig Zimmermann
Dienstag, 1. März 2016
Wann müssen Rentner Steuern zahlen ?
Der rbb fragt: Wann müssen Rentner Steuern zahlen ?
Der Sozialrechtsexperte antwortet in zibb der Sendung vom 01.03.2016

mehr >> in der rbb mediathek
Quelle: rbb zibb Sendung vom 01.03.2016
Der Sozialrechtsexperte antwortet in zibb der Sendung vom 01.03.2016
mehr >> in der rbb mediathek
Quelle: rbb zibb Sendung vom 01.03.2016
Montag, 14. Dezember 2015
Endlich! Hartz IV Mandat erschienen.
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Portofrei im Nomos-Shop bestellen.
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Dienstag, 24. November 2015
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